Verabschiedung von Dr. Leonhard Hering und Cornelia Stark

Mit dem Ende des Schuljahres sind Oberstudienrat Dr. Leonhard Hering und Oberstudienrätin Cornelia Stark von Oberstudiendirektor Markus Bente während einer persönlichen Feier im Kreis ihrer Familien und ihrer Kolleginnen und Kollegen nach vielen Dienstjahren an der Wigbertschule in den Ruhestand verabschiedet worden

Insgesamt war Dr. Leonhard Hering mehr als 44 Jahre im Dienst des Landes Hessen. Er hatte bereits seine Gymnasialzeit mit dem Abitur im Jahr 1973 an der Wigbertschule verbracht. Nach dem Wehrdienst, dem Studium der Fächer Mathematik und Physik und der Promotion im Fach Mathematik an der TU Darmstadt kehrte er im Jahr 1983 als Referendar an seine alte Schule zurück. Anschließend unterrichtete er einige Jahre im Taunus, wo er 1985 verbeamtet wurde, und kehrte dann im Jahr 1991 wieder an die Wigbertschule zurück.

In seiner Würdigung zeichnete der stellvertretende Schulleiter Matthias Leibold, ebenfalls Mathematiker und Naturwissenschaftler, Dr. Hering als eine Lehrerpersönlichkeit, die Freude an ihrem Beruf hatte. Dies zeige sich etwa darin, dass er zweimal einen Antrag auf das Hinausschieben seines Ruhestandes gestellt hatte, um damit die Schule vor allem im Fach Physik zu unterstützen. Auch sein Engagement im Fachteam „Mathematik“ des Hessischen Kultusministeriums zur Auswahl des schriftlichen Abiturs vor dem Beginn des Landesabiturs und im „Zentrum für Mathematik“ zeigen seine Begeisterung für die Mathematik. Im Kollegium werde seine fachliche Kompetenz unzweifelhaft anerkannt, so Leibold. Dr. Hering war 25 Jahre lang Fachsprecher der Fachschaft, wofür er auch die Oberstudienratsstelle innehatte, nachdem er in den 1990-er Jahren das Konzept der „Freiarbeit“ in der Wigbertschule eingeführt hatte.

Dass die Schülerinnen und Schüler in Dr. Herings Mathematik- und Physikunterricht bestens auf das Landesabitur vorbereitet wurden, zeigte sich immer wieder in Berichten ehemaliger Abiturientinnen und Abiturienten der Schule. Besonders betonte Leibold die Erfolge von Dr. Herings Schülerinnen und Schülern im Mathematik-Wettbewerb, sowohl in der Jahrgangsstufe 8 als auch in der Einführungsphase.

Leibold charakterisierte Dr. Herings Persönlichkeit als Ruhepol im Kollegium und betonte, dass er „selbst in emotional aufgeladenen Situationen den Überblick“ nicht verloren habe. Mit dem Ausscheiden des Kollegen Dr. Hering verliere die Wigbertschule auch einen langjährigen Vertreter des Kollegiums in der Schulkonferenz und vor allem einen erfahrenen Vorsitzenden des Personalrats. Dieses Amt hatte er von 2008 bis 2021 inne. In dieser Funktion hielt er den Kontakt zu ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aufrecht und setzte sich für die Belange des Kollegiums ein.

 

 

Als „Grand Dame“ des Kollegiums bezeichnete Schulleiter Markus Bente die scheidende Oberstudienrätin Cornelia Stark. Nach ihrem Studium der Fächer Englisch und Katholische Religion an der Philipps-Universität Marburg und ihrem Referendariat an der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld habe sie aufgrund fehlender Planstellen zunächst an der Volkshochschule Fulda gearbeitet. Im Jahr 1990 konnte ihr jedoch vom Schulamt Fulda eine Planstelle an der Wigbertschule angeboten werden. Sie unterrichtete zunächst die Fächer Englisch und Katholische Religion, später erwarb sie sich durch eine umfangreiche Fortbildung die Fakultas für „Darstellendes Spiel“ und konnte ab dem Jahr 2015 das neue Fach an der Wigbertschule etablieren.

Ihr Aufgabenbereich als Oberstudienrätin umfasste die Schulentwicklung durch ein Schulprogramm. Im Schuljahr 2017/2018 habe sie zusammen mit der Steuerungsgruppe und dem gesamten Kollegium ein vorbildliches Schulprogramm vorlegen können, so Bente. Beharrlich habe sie immer wieder auf eine Weiterarbeit gedrungen und Konsequenzen aus den Schulinspektion an der Wigbertschule gefordert.

Bente charakterisierte ihre Lehrerpersönlichkeit als „engagiert“. So habe sie auch ehrenamtlich den Vorsitz der „Theaterwerkstatt“ übernommen, einem eingetragenen Verein, der seit vielen Jahren das „Schultheater“ in Hünfeld fördere und sogar eine eigene Theaterpädagogin angestellt habe. Zur Förderung des Theaternachwuchses habe sie erfolgreich die Junior-Theater-AG gegründet, die zuletzt mit dem Stück „Ophelia“ aufgetreten sei. Auch in ihrem Englischunterricht habe sich ihre Verbundenheit zum Theater gezeigt. Bis zuletzt habe sie immer wieder das szenische Spiel in ihren Unterricht als Methode genutzt.

Doch nicht nur dem Theater, sondern auch der Kunst war Cornelia Stark zugetan. In verschiedenen Projektwochen beschäftigte sie sich ideenreich mit künstlerischen Themen, so zum Beispiel beim Erstellen von Masken, und unterstützte in Zeiten von Personalknappheit auch die Fachschaft Kunst durch die Übernahme von Unterrichtsstunden.  Als Klassenlehrerin von vielen Klassen habe sie pädagogisches Geschick gezeigt und besonders in der Corona-Zeit sogar ein eigenes „Corona-Tagebuch“ einer Klasse führen lassen, so Schulleiter Bente.

Auch aus dem Kollegium konnten sowohl Dr. Leonhard Hering als auch Cornelia Stark herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung, Geschenke sowie viele gute Wünsche für ihren Ruhestand entgegennehmen, u.a. vom Personalrat der Wigbertschule. Für die Fächer Mathematik und Physik dankten Steffen und Anja Brehl in humorvoller Reimform ihrem scheidenden Kollegen Dr. Leonhard Hering. Die Fachschaft Englisch verabschiedete Cornelia Stark mit einem Lied und für die Fachschaft Katholische Religion hielt Thomas Nüdling eine kleine Rede über seine ehemalige Mentorin unter dem Motto „Die Luft ist (jetzt) ´raus.“ Die beiden DS-Kolleginnen Kristin Suppelt und Pia-Maria Sauer würdigten abschließend die erste Fachschaftsvorsitzende des Faches „Darstellendes Spiel“ mit einem szenisch gespielten Dank, der die Leistungen von Frau Stark für die Fachschaft im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen führte.

Musiklehrerin Pia-Maria Sauer sowie die Musiklehrer Thomas Nüdling und Martin Genßler sorgten mit einer treffenden Auswahl ihrer Musikstücke für einen fröhlichen musikalischen Rahmen der Abschiedsfeier.

Christoph Heigel

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