UN-Planspiel in der Q3

Planspiel zum Syrien-Konflikt:

Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle diplomatischer Vertreter

 

Am Mittwoch, dem 12. August, simulierten der PoWi-LK und Schülerinnen und Schüler der Grundkurse der aktuellen Q3 eine UN-Generalversammlung zum Syrienkonflikt des vergangenen Jahrzehnts.

 

Die Lage in Syrien 2014 war von der Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit dem Al-Assad-Regime geprägt, der seine aufständischen Bürgerinnen und Bürger mit Gewalt unterdrückte. Dies löste einen langjährigen Bürgerkrieg aus. Währenddessen war der terroristische IS in Syrien und an umgebenden Grenzen präsent und die Volksgruppe der Kurden strebte nach einem eigenen Souveränitätsgebiet. Damit waren die Vereinten Nationen mit der Frage konfrontiert, wie man diesen komplexen Konflikt lösen kann, um Menschenrechte zu schützen und den Frieden wiederherzustellen.

 

Unter Anleitung des Jugendoffiziers der Bundeswehr, Herrn May, schlüpften die Oberstufenschülerinnen und -schüler in die Rollen der Regierungschefs der beteiligten UN-Nationen, der Weltpresse und auch des UNO-Generalsekretärs. Nach einer kurzen Informationsphase, in der sich die Schülerinnen und Schüler in ihre Partei und den Konflikt einlasen und einarbeiteten, stand eine Phase an, in der internationale (Geheim-)Verträge geschlossen werden konnten. Zurück im Plenum erarbeitete die Gruppe mittels verschiedener Vorschläge und Abstimmungen ein UN-Mandat mit dem Ziel der Bekämpfung des IS in Syrien durch militärische Intervention mit sich anschließenden Entwicklungshilfemaßnahmen.

 

Am Ende des Projekttags wurde das Ergebnis des Einsatzes sowie der Geheimverträge strategisch erspielt. In dieser Simulation vertrieben die Teilnehmenden den IS, allerdings konnte das nun zwar geschädigte Assad-Regime nicht wie von vielen westlichen Rollen erhofft gestürzt werden und die Aktionen resultierten in einer großen Flüchtlingswelle, die die tatsächliche vermutlich übertroffen hätte.

 

Diese konkreten Ergebnisse sollen nicht als Alternativweg zum wahren Verlauf des Konflikts dienen. Den Schülerinnen und Schülern wurde bewusst, wie schnell Machthaber, welche auch nur normale Menschen seien, in internationalen Konflikten ihre eigenen Ziele voranstellen, trotz gravierender Kosten bzw. hoher Kollateralschaden. Dies stellte sich in der folgenden PoWi-Stunde des Leistungskurses heraus.

 

Das Planspiel hat den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, die Herausforderungen diplomatischer Absprachen und die Risiken militärischer Einsätze besser zu verstehen. Auch wenn die eintägige Version nur eine verkürzte Form des ursprünglich dreitägigen Projekts war, für die sich die Verantwortliche für den Projekttag, Powi-Lehrerin Josephine Koch, eingesetzt hatte, bot die Auseinandersetzung mit dem Thema und das Einnehmen der oft auch problematischen Perspektiven den 17- bis 19-jährigen einen abwechslungsreichen und horizonterweiternden Einstieg in das Thema internationale Beziehung.

 

 

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