Proskau-Austausch
Schüleraustausch zwischen der Wigbertschule und Schulen aus Proskau
Ende Mai besuchte wieder eine Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern von Schulen der Hünfelder Partnergemeinde Proskau die Wigbertschule. Dies war ein Gegenbesuch der Fahrt einer Gruppe der Wigbertschule im Oktober nach Proskau in Polen. Der Austausch funktioniert deshalb so gut, da in Proskau eine starke deutschsprachige Minderheit existiert und viele Schülerinnen und Schüler durch ihre Eltern und Großeltern Erfahrungen mit der deutschen Sprache haben.
Im Austauschkonzept spricht dieser Austausch die jüngeren Jahrgangsstufen an, noch vor den Fahrten nach Frankreich und China, da Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 teilnehmen. Begleitet wurden die Jugendlichen von den Lehrerinnen Aurelia Skowronska-Gozdz und Karina Gröhlich.
Nach der herzlichen Begrüßung an der Wigbertschule durch die Schulleiterin Sandra Möllers wurde die Gruppe, ebenso wie eine Austauschgruppe aus Klein Schimnitz, die die Jahnschule betreute, im Hünfelder Rathaus von Bürgermeister Benjamin Tschesnok willkommen geheißen. Die Stadt Hünfeld lud die polnischen Schülerinnen und Schüler anschließend zu einem gemeinsamen Essen ein.
Weitere Programmpunkte des Austauschs waren eine Fahrt ins Bergwerk Merkers, eine Schulralley sowie eine Radtour an den Burghauner Weiher, ein Besuch der Stadt Eisenach mit der Wartburg und nicht zuletzt ein gemeinsames künstlerisches Projekt, bei dem eine Wand an der Wigbertschule mit Puzzleteilen gestaltet wurde.
Studiendirektor Michael Kurschus, der zusammen mit Oberstudienrat Christoph Heigel den Austausch organisierte, sieht den regelmäßigen Austausch mit einer Schule in Polen als einen wichtigen Baustein an, um Europa bereits für jüngere Schülerinnen und Schüler durch ganz persönliche Begegnungen erlebbar zu machen. „Gerade in Zeiten einer zunehmenden konfliktreichen politischen wie auch gesellschaftlichen Atmosphäre ist es wichtig, dass Menschen sich direkt begegnen. Nur so können wir erkennen, wie viele Gemeinsamkeiten wir haben und wie künstlich das Trennende ist.“
Während vor dem Austausch noch Unsicherheit im Zusammenhang mit der Begegnung mit unseren Nachbarn spürbar war, ist am Ende des Austausches davon nichts mehr zu spüren. Die Jugendlichen erkennen, dass auch die polnischen Schülerinnen und Schüler eine ganz normale Jugend mit ganz ähnlichen Interessen haben wie sie. „Mit diesem Austausch könne ein Miteinander im zusammenwachsenden Europa geschehen,“ so Kurschus.
Der Austausch wurde finanziell vom Deutsch-Polnischen-Jugendwerk (DPJW) und der Stadt Hünfeld unterstützt.
Christoph Heigel