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Theaterwerkstatt zeigt „Katabasis – im heiligen Schein der Gerechtigkeit“

50 Jahre Theaterwerkstatt - Jubiläumsaufführung in der Aula der Wigbertschule

 

Seit einem halben Jahrhundert gibt es an der Wigbertschule die Theaterwerkstatt, eine von einem Förderverein unterstützte Arbeitsgemeinschaft, die jeweils am Ende des Schuljahres ein Theaterstück aufführt. Daher war die Aufführung des diesjährigen Jubiläumsstückes etwas ganz Besonderes.

 

So bildeten das Jubiläum der Theaterwerkstatt sowie das 125-jährige Jubiläum der Wigbertschule den Hintergrund für eine Theateraufführung am 27. und 28. Mai 2026 in der Aula der Schule. Dabei wurde die Eigenproduktion „Katabasis – im heiligen Schein der Gerechtigkeit“ unter der Leitung von Theaterpädagogin Lina Gemming ausdrucksstark präsentiert. Das Stück sprüht vor Ideenreichtum.

 

In ihrer Ansprache erinnerte Kristin Suppelt, die Vorsitzende des Fördervereins, an die Anfänge der Theaterwerkstatt: Bereits 1976 entstand die Idee durch die Lehrerin Christine van Endert-Saillet, ehe 1977 mit „Antigone“ von Jean Anouilh die erste Aufführung auf die Bühne gebracht wurde. Fast zwanzig Jahre später übernahm Arnold Pfeiffer die Leitung und prägte die Theaterwerkstatt über mehr als zwei Jahrzehnte mit Klassikern und zahlreichen Eigenproduktionen, bevor Lina Gemming im Jahr 2021 übernommen hat. Außerdem verwies Kristin Suppelt auf die Ausstellung mit historischen Fotos, Aufführungslisten und Stimmen ehemaliger Mitglieder, die die beeindruckende Geschichte der Theaterwerkstatt dokumentiert. Besonders hob die Vorsitzende hervor, dass die Theaterarbeit weit über die Schulzeit hinauswirke und ehemalige Mitglieder bis heute von Mut, Gemeinschaft und persönlicher Entwicklung durch das Theater berichten.

 

Katabasis ist das griechische Wort für „Herabsteigen“. In diesem Stück stiegen Götter und Göttinnen des Olymps, der Wohnung der Götter, nach einem Aufstand gegen Zeus in die Menschenwelt hinab. Zeus hatte sie verbannt. Es kommt zu skurrilen Begegnungen zwischen Menschen und Göttern. Wollen die Götter unter den Menschen bleiben oder erkennen sie, dass es auf Erden doch nicht so angenehm ist? Diese Frage wird immer akuter für die herabgestiegenen Göttinnen und Götter. Zwar werden sie von den Menschen vergöttert, doch legen die Menschen wiederum zweifelhafte Eigenschaften an den Tag.

 

Die Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten viel Energie, Spielfreude und vor allem eine großartige Teamarbeit. So waren die Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 13 an zwei Wochenenden in der Schule, um intensiv das Stück zu proben. Unterstützt wurden die Schauspielerinnen und Schauspieler von der Technik-AG (Leitung: Pia-Maria Sauer). Diese Schülerinnen und Schüler kümmerten sich um die optimale Ausleuchtung der Bühne und den besten Ton.

 

Auf der Bühne standen: Leni Wiedelbach (8G2), Jette Trott (10L), Ida Wehner (10L), Marie Siebert (10L), Tolga Güngör (Q2), Victoria Hohmann (Q2), Leon Kolbe (Q2), Jonathan Ballmeier (Q4) und Laurenz Müller (Q4).

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