Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit

Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit
Am Tag nach Aschermittwoch fand der traditionelle Fastengottesdienst der Wigbertschule statt. Die Eucharistiefeier wurde liturgisch von Schulpfarrer Sebastian Bieber zelebriert und von Schülerinnen und Schülern der Gottesdienst-AG, den Religionslehrkräften Silke Heil und Gerd Kreß sowie den Oberstufenschülerinnen Johanna Vogt und Anja Wiegand mitgestaltet.
Pfarrer Bieber ging in seiner sehr ansprechenden Predigt auf die Bedeutung des Fastens ein. Fasten könne zwar auch bedeuten, auf liebgewonnene Nahrungsmittel oder Süßigkeiten zu verzichten, habe aber vom christlichen Glauben her gesehen eine tiefere Bedeutung. Pfarrer Bieber nutzte dafür das Bild des Heizkörpers zur Veranschaulichung: So wie ein Heizkörper immer wieder entlüftet werden müsse, um Platz für das Wesentliche zu haben, nämlich das heiße Wasser, das einen Raum erwärmt, so tue es auch dem Menschen gut, Druck abzulassen, um in sich Platz für Gottes Nähe zu schaffen. In einer aufgeregten Gesellschaft, die von schnellem Einordnen und Verurteilen geprägt ist, könne das – mehr noch als durch einen Verzicht auf Kalorien – durch ein Reduzieren sozialer Medien geschehen, die Anpassungsdruck und übersteigerte Erwartungen produzieren, dem eigenen Ich aber die Luft zum Atmen nehmen. Statt heißer Luft könne man so Platz haben für echte Wärme und Liebe.
So wie ein Heizkörper diese nicht selbst produzieren könne, sondern nur durch die Verbindung zum Heizkessel, so sei die Fastenzeit zuerst ein Aufruf, im Gebet und in guten Taten die Freundschaft zu Gott wieder mit neuem Leben zu erfüllen.
Gerd Kreß