DS-Abend

Bunt – Geschichten unserer Schule: 125 Jahre Wigbertschule

DS-Abend an der Wigbertschule

 

Ein rundes Jubiläum ist ein Meilenstein, der zum Zurück-, aber auch zum Vorwärtsschauen einlädt. Und weil die Wigbertschule in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiert, haben genau das die Kurse des Faches „Darstellendes Spiel“ in den vergangenen Monaten getan und in der vorletzten Woche des Schuljahres der Schulgemeinde in einer kleinen Abendvorstellung präsentiert.

 

Den Blick zurück wagten die DS-Kurse der Q2 mit ihren Lehrerinnen Jana Bormann und Kristin Suppelt. In der als Collage angelegten Aufführung zeigten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Szenen aus der Geschichte der Wigbertschule: einen historischen Rückblick auf das Lernen seit 1901, die Bedeutung von Freundschaften und das „Geheimnis des Kellers“. Aber auch die Zuschauerinnen und Zuschauer wurden einbezogen, indem sie Statements zur Wigbertschule geben durften. Im Vorfeld hatten die Kurteilnehmerinnen und Kursteilnehmer Interviews mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Schulgemeinschaft und der Partnerschulen aus China, Proskau und Landerneau geführt. Diese durchzogen die Collage wie ein roter Faden. Immer wieder tauchten auch Tiere wie in einer Parabel auf der Bühne auf und beobachteten das Geschehen.

 

In die Zukunft blickten dagegen die DS-Kurse der E-Phase mit ihren Lehrerinnen Sarah Anders und Pia-Maria Sauer. In Form eines Future-Lab hatten sie im vergangenen Halbjahr einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen über zukünftiges Lernen, Zusammenleben und Unterrichtsmethodik in selbst entwickelten Szenen vorstellen sollten. Wie die Schule im Jahr 2040 aussehen könnte, stellten die Schülergruppen in spannenden Szenen vor. Dabei kam insbesondere die Furcht vor zu viel Künstlicher Intelligenz und zu wenig Menschlichkeit zum Ausdruck. In eindrucksvollen Statements stellten die Schülerinnen und Schüler dar, was passiert, wenn die KI die Arbeit von menschlichen Lehrkräften überflüssig macht. Auch die Furcht vor einem Krieg, der sich natürlich auch auf die Schule auswirkt, war ein dargestellter Aspekt.

 

Der Abend wurde von der Technik-AG unter der Leitung von Pia-Maria Sauer in Szene gesetzt. Das passende Licht ist dabei unerlässlich.

 

Schulleiterin Sandra Möllers wandte sich am nächsten Morgen an die Schauspielerinnen und Schauspieler: „Eure Ängste, Wünsche und Träume kann ich gut nachvollziehen und ich empfinde vieles ähnlich. Für mich ergibt sich in Anlehnung an die Collagen ein Bild. Dieses zeigt viele Graustufen, die für die digitalen Tools, Plattformen, KI und weitere Werkzeuge der Unterrichtsgestaltung stehen, aber die vielen Farbnuancen seid ihr - sind wir. Ja, die Wigbertschule ist bunt. Jeder Farbton ist einmalig und zusammen ist es eine Farbenpracht. Mit diesem Bild werde ich den Abend in Erinnerung behalten und ich bin mir sicher, dass viele Ängste in Zuversicht umgewandelt werden können und bestimmt auch Wünsche in Erfüllung gehen. Den Mut zur Veränderung habt ihr, das wurde gestern auf der Bühne gezeigt.“

 

Christoph Heigel

 

 

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